{"id":926,"date":"2016-10-31T21:12:23","date_gmt":"2016-10-31T20:12:23","guid":{"rendered":"http:\/\/spv-meissen.de\/?p=926"},"modified":"2022-01-23T20:17:23","modified_gmt":"2022-01-23T19:17:23","slug":"familienaustausch-2016-meissen-in-vitry","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spv-meissen.de\/el\/2016\/10\/31\/familienaustausch-2016-meissen-in-vitry\/","title":{"rendered":"Familienaustausch 2016 Mei\u00dfen in Vitry"},"content":{"rendered":"<p>Jedes Jahr in den Herbstferien besuchen sich Familien aus Mei\u00dfen und Vitry-sur-Seine. In diesem Jahr reisten 21 Mei\u00dfner in die Partnerstadt und wurden aufs Herzlichste empfangen.<\/p>\n<p>Am ersten Abend, f\u00fcr welchen die Vitrioten das Buffet in Eigeninitiative vorbereitet hatten, freuten wir uns alle \u00fcber das Wiedersehen, es wurde viel erz\u00e4hlt und gelacht.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns Mei\u00dfner hatten sich die Gastgeber ein sehr sch\u00f6nes und ausgewogenes Programm ausgedacht. Die ersten zwei Tage widmeten sich Paris, aber nicht den typischen Sehensw\u00fcrdigkeiten, sondern Paris ganz anders. Schleusenfahrt, Musikmuseum und Porzellanmanufaktur, so hie\u00dfen die Programmpunkte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der gem\u00e4chlichen Bootsfahrt auf dem Canal Saint-Martin passierten wir zahlreiche Schleusen und Dreh- und Zugbr\u00fccken, ein spannendes Erlebnis, bei welchem wir das Pariser Flair links und rechts des Kanals genie\u00dfen konnten. Die zahlreichen Hausboote bei Bastille und der Blick auf die Julis\u00e4ule und die neue Oper setzen dem Erlebnis den i-Punkt auf.<\/p>\n<p>Nach dieser sehr sch\u00f6nen Tour st\u00e4rkten sich alle in einem typisch Pariser Bistrot, dem \u201eChez Tonton Jaur\u00e8s\u201c. Beim Mittag erlebten wir ebenfalls eine wunderbare Atmosph\u00e4re. Eng aneinandergereiht, an kleinen Bistrottischen genossen wir ein delizi\u00f6ses Men\u00fc.<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt ging es in das Musikmuseum. Dieses zeigt in seiner Dauerausstellung fast 1000 Instrumente und Kunstwerke. In chronologischer Abfolge konnten wir die Geschichte ab dem 17. Jahrhundert verfolgen, sogar ein kleines Akkordeonkonzert war zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Nach dem Besuch dieser Ausstellung war der erste gemeinsame sch\u00f6ne Tag auch schon zu Ende. Alle genossen noch die letzten Sonnenstrahlen und lie\u00dfen es sich am Abend in den Familien gut gehen.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag lernten wir Porzellanstadtbewohner, dass auch in Paris Porzellan hergestellt wird. Dazu fuhren wir nach S\u00e8vres und besuchten das keramische Nationalmuseum, welches Alexandre Brogniard zu Beginn des 19. Jahrhunderts gr\u00fcndete. In dem extra daf\u00fcr errichteten Geb\u00e4ude begaben wir uns auf historische Spurensuche und entdeckten wundersch\u00f6ne Ausstellungsst\u00fccke. Dazu geh\u00f6rten zum Beispiel ein faszinierender Sumoringerpokal, \u00fcberdimensional gro\u00dfe Vasen oder Tafelservices, die immer noch f\u00fcr besondere Staatsempf\u00e4nge vom Elys\u00e9epalast ausgeliehen werden.<\/p>\n<p>Und schon war der zweite Tag in Paris zu Ende. Nach einem geruhsamen Mittagessen und einem Spaziergang im Park des Museums bereiteten wir uns auf einen zweiten gem\u00fctlichen St\u00e4dtepartnerschaftsabend vor. Ein in unseren Nationalfarben liebevoll geschm\u00fcckter Saal erwartete uns. Und bei zwei Riesenpfannen Paella genossen wir einen franz\u00f6sischen Chanson nach dem anderen. Wir merkten \u00fcberhaupt nicht, wie schnell die Zeit verging. So verblieben nicht viele Stunden, um uns f\u00fcr den n\u00e4chsten Tagesausflug auszuruhen.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich acht Uhr starteten wir mit einem von der Stadt Vitry zur Verf\u00fcgung gestellten Reisebus nach Provins. Provins ist ein mittelalterliches St\u00e4dtchen, circa 80 Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Paris gelegen. Es geh\u00f6rt zum Weltkulturerbe der UNESCO und steht nach dem Eiffelturm und Versailles auf Platz drei der Sehensw\u00fcrdigkeiten der Ile-de-France. Das kleine St\u00e4dtchen war in der Geschichte ein wichtiges Handelszentrum. Vor allem die Handelsmessen in Provins zogen viele Kaufleute aus Europa an.<\/p>\n<p>In der sogenannten Oberstadt kann man die mittelalterliche Struktur noch sehr gut nachempfinden, die vielen historischen Geb\u00e4ude und die Stadtmauer sind sehr beeindruckend. Dank zwei gef\u00fchrter Besichtigungen im Cesarturm und im Stadtmuseum erfuhren wir sehr viel Interessantes \u00fcber das St\u00e4dtchen und seine Geschichte. Mit der R\u00fcckkehr in Vitry war nun leider auch schon der dritte Tag vorbei.<\/p>\n<p>Den vierten Tag nutzen wir als Familientag. Unsere Gastgeber gestalteten diesen individuell mit uns. So gab es am Abschiedsabend sehr viel \u00fcber die Tagesausfl\u00fcge, die nach Versailles, Vincennes, Fontainebleau, Montparnasse oder zur Fondation Louis Vuitton f\u00fchrten, zu erz\u00e4hlen. Bei einem gemeinsamen Abendessen und viel Musik lie\u00dfen wir diese wunderbare Woche ausklingen.<\/p>\n<p>Viel zu schnell war es dann auch schon Samstag. Einige nutzten den Vormittag noch f\u00fcr einen Spaziergang \u00fcber den Markt und zu einem letzten typischen franz\u00f6sischen Mittagessen bevor wir am zeitigen Nachmittag zum Flughafen Orly fuhren. Ein bisschen wehm\u00fctig, aber mit dem Wissen, dass wir uns im n\u00e4chsten Jahr wiedersehen werden, flogen wir nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In Erinnerung bleibt uns eine fantastische Woche. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Gastgebern, die so viel Zeit in die Vorbereitung und in die gemeinsame Woche investiert haben.<\/p>\n<p>Merci beaucoup et \u00e0 l\u2018ann\u00e9e prochaine<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Jahr in den Herbstferien besuchen sich Familien aus Mei\u00dfen und Vitry-sur-Seine. In diesem Jahr reisten 21 Mei\u00dfner in die Partnerstadt und wurden aufs Herzlichste empfangen. Am ersten Abend, f\u00fcr welchen die Vitrioten das Buffet in Eigeninitiative vorbereitet hatten, freuten wir uns alle \u00fcber das Wiedersehen, es wurde viel erz\u00e4hlt und gelacht. F\u00fcr uns Mei\u00dfner hatten sich die Gastgeber ein sehr sch\u00f6nes und ausgewogenes Programm ausgedacht. Die ersten zwei Tage widmeten sich Paris, aber nicht den typischen Sehensw\u00fcrdigkeiten, sondern Paris ganz anders. Schleusenfahrt, Musikmuseum und Porzellanmanufaktur, so hie\u00dfen die Programmpunkte. W\u00e4hrend der gem\u00e4chlichen Bootsfahrt auf dem Canal Saint-Martin passierten wir zahlreiche Schleusen und Dreh- und Zugbr\u00fccken, ein spannendes Erlebnis, bei welchem wir das Pariser Flair links und rechts des Kanals genie\u00dfen konnten. Die zahlreichen Hausboote bei Bastille und der Blick auf die Julis\u00e4ule und die neue Oper setzen dem Erlebnis den i-Punkt auf. Nach dieser sehr sch\u00f6nen Tour st\u00e4rkten sich alle in einem typisch Pariser Bistrot, dem \u201eChez Tonton Jaur\u00e8s\u201c. Beim Mittag erlebten wir ebenfalls eine wunderbare Atmosph\u00e4re. Eng aneinandergereiht, an kleinen Bistrottischen genossen wir ein delizi\u00f6ses Men\u00fc. Gest\u00e4rkt ging es in das Musikmuseum. Dieses zeigt in seiner Dauerausstellung fast 1000 Instrumente und Kunstwerke. In chronologischer Abfolge konnten wir die Geschichte ab dem 17. Jahrhundert verfolgen, sogar ein kleines Akkordeonkonzert war zu h\u00f6ren. Nach dem Besuch dieser Ausstellung war der erste gemeinsame sch\u00f6ne Tag auch schon zu Ende. Alle genossen noch die letzten Sonnenstrahlen und lie\u00dfen es sich am Abend in den Familien gut gehen. Am zweiten Tag lernten wir Porzellanstadtbewohner, dass auch in Paris Porzellan hergestellt wird. Dazu fuhren wir nach S\u00e8vres und besuchten das keramische Nationalmuseum, welches Alexandre Brogniard zu Beginn des 19. Jahrhunderts gr\u00fcndete. In dem extra daf\u00fcr errichteten Geb\u00e4ude begaben wir uns auf historische Spurensuche und entdeckten wundersch\u00f6ne Ausstellungsst\u00fccke. Dazu geh\u00f6rten zum Beispiel ein faszinierender Sumoringerpokal, \u00fcberdimensional gro\u00dfe Vasen oder Tafelservices, die immer noch f\u00fcr besondere Staatsempf\u00e4nge vom Elys\u00e9epalast ausgeliehen werden. Und schon war der zweite Tag in Paris zu Ende. Nach einem geruhsamen Mittagessen und einem Spaziergang im Park des Museums bereiteten wir uns auf einen zweiten gem\u00fctlichen St\u00e4dtepartnerschaftsabend vor. Ein in unseren Nationalfarben liebevoll geschm\u00fcckter Saal erwartete uns. Und bei zwei Riesenpfannen Paella genossen wir einen franz\u00f6sischen Chanson nach dem anderen. Wir merkten \u00fcberhaupt nicht, wie schnell die Zeit verging. So verblieben nicht viele Stunden, um uns f\u00fcr den n\u00e4chsten Tagesausflug auszuruhen. P\u00fcnktlich acht Uhr starteten wir mit einem von der Stadt Vitry zur Verf\u00fcgung gestellten Reisebus nach Provins. Provins ist ein mittelalterliches St\u00e4dtchen, circa 80 Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Paris gelegen. Es geh\u00f6rt zum Weltkulturerbe der UNESCO und steht nach dem Eiffelturm und Versailles auf Platz drei der Sehensw\u00fcrdigkeiten der Ile-de-France. Das kleine St\u00e4dtchen war in der Geschichte ein wichtiges Handelszentrum. Vor allem die Handelsmessen in Provins zogen viele Kaufleute aus Europa an. In der sogenannten Oberstadt kann man die mittelalterliche Struktur noch sehr gut nachempfinden, die vielen historischen Geb\u00e4ude und die Stadtmauer sind sehr beeindruckend. Dank zwei gef\u00fchrter Besichtigungen im Cesarturm und im Stadtmuseum erfuhren wir sehr viel Interessantes \u00fcber das St\u00e4dtchen und seine Geschichte. Mit der R\u00fcckkehr in Vitry war nun leider auch schon der dritte Tag vorbei. Den vierten Tag nutzen wir als Familientag. Unsere Gastgeber gestalteten diesen individuell mit uns. So gab es am Abschiedsabend sehr viel \u00fcber die Tagesausfl\u00fcge, die nach Versailles, Vincennes, Fontainebleau, Montparnasse oder zur Fondation Louis Vuitton f\u00fchrten, zu erz\u00e4hlen. Bei einem gemeinsamen Abendessen und viel Musik lie\u00dfen wir diese wunderbare Woche ausklingen. Viel zu schnell war es dann auch schon Samstag. Einige nutzten den Vormittag noch f\u00fcr einen Spaziergang \u00fcber den Markt und zu einem letzten typischen franz\u00f6sischen Mittagessen bevor wir am zeitigen Nachmittag zum Flughafen Orly fuhren. Ein bisschen wehm\u00fctig, aber mit dem Wissen, dass wir uns im n\u00e4chsten Jahr wiedersehen werden, flogen wir nach Hause zur\u00fcck. In Erinnerung bleibt uns eine fantastische Woche. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Gastgebern, die so viel Zeit in die Vorbereitung und in die gemeinsame Woche investiert haben. 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