{"id":519,"date":"2016-06-06T23:52:07","date_gmt":"2016-06-06T21:52:07","guid":{"rendered":"http:\/\/spv-meissen.de\/?p=519"},"modified":"2022-01-23T20:18:14","modified_gmt":"2022-01-23T19:18:14","slug":"fliederfest-in-vitry-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spv-meissen.de\/pl\/2016\/06\/06\/fliederfest-in-vitry-2012\/","title":{"rendered":"Fliederfest in Vitry 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">3. \u2013 5. Juni 2016<\/p>\n<p>Vom 03. bis 05.06.2016 flogen wir, Matthias (Vorsitzender des SPV Mei\u00dfen e. \u202fV.) und Alla Cotta (Koordinatorin der Projekte mit Vitry-sur-Seine), zusammen mit 2 Vertretern der Stadt Mei\u00dfen auf Einladung der Stadt Vitry-sur-Seine zum j\u00e4hrlichen Stadtfest \u201eFliederfest\u201c nach Vitry-sur-Seine. Am 03.06. am Abend in Paris-Orly angekommen wurden wir von Josef von der Br\u00fcgge begr\u00fc\u00dft (alle Teilnehmer des Familienaustausches kennen den deutschst\u00e4mmigen Josef ebenfalls als Teilnehmer der ersten Stunde von Vitry) und nach Vitry ins sogenannte \u201eSchwanenhaus\u201c gebracht. Das Schwanenhaus ist eine sch\u00f6ne Villa im Zentrum der Stadt, aber versteckt hinter den gro\u00dfen alten B\u00e4umen und umgeben von einer hohen Mauer, so dass man das Haus von der Stra\u00dfe nicht sofort bemerkt. Der Name kommt von der Schwanengestaltung, die die Fassade des Hauses schm\u00fcckt.<\/p>\n<p>Wir haben unser Zimmer bezogen, danach wurden wir in einen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss eingeladen, wo bereits Vertreter der englischen Partnerstadt Burnley (der B\u00fcrgermeister mit seiner Frau) und franz\u00f6sische Betreuer von der Stadt und vom Comit\u00e9s de Jumelage anwesend waren. Bei dieser Gelegenheit haben wir Alain Ouannes von der Stadt (er sprach etwas Deutsch) und Adrian Heath (aus Vitry, aber geb\u00fcrtiger Engl\u00e4nder) von Jumelage kennengelernt, der mit seiner franz\u00f6sischen Frau Genevi\u00e8ve (zweimalige Teilnehmerin des Familienaustausches mit Mei\u00dfen) englische G\u00e4ste betreute. Es gab eine Kennenlernrunde und eine kurze Unterhaltung.<\/p>\n<p>Danach wurden wir zum Abendbrot in eine Gastst\u00e4tte unweit vom Marktplatz eingeladen. Dort erwarteten uns offizielle Vertreter der Stadt Vitry (einige Stadtr\u00e4te) und Vorstandsmitglieder vom Comit\u00e9 de Jumelage. Die Atmosph\u00e4re war sehr freundlich, auch seitens der sonst anwesenden Gastst\u00e4tteng\u00e4ste. Einige, nachdem sie mitbekommen haben, dass wir aus Deutschland sind, versuchten uns auf Deutsch zu begr\u00fc\u00dfen. Wir sa\u00dfen gegen\u00fcber von Alain, unserem Betreuer, und das war die Zeit, wo man sehr gut miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen konnte. Alain hat im Laufe des Gespr\u00e4chs (er bekundete ein sehr gro\u00dfes Interesse an der deutschen Sprache und an der Weiterentwicklung unserer partnerschaftlichen Beziehungen) zwei interessante Vorschl\u00e4ge gemacht. Er k\u00f6nnte sich vorstellen (um B\u00fcrgern beider St\u00e4dte die Partnerschaft n\u00e4her zu bringen), dass man auf der st\u00e4dtischen Site w\u00f6chentlich kurze News aus der Partnerstadt ver\u00f6ffentlicht. Daf\u00fcr braucht man selbstverst\u00e4ndlich regul\u00e4ren Austausch an Informationen in der bereits passenden Sprache. Anders gesagt, dass sich z.\u202fB. die Presseabteilungen beider St\u00e4dte jede Woche Informationen zukommen lassen, die dann brandaktuell auf der st\u00e4dtischen Site unter \u201eSt\u00e4dtepartnerschaften\u201c ver\u00f6ffentlicht werden k\u00f6nnen. Und dann reflektierte er, dass es sch\u00f6n w\u00e4re, eine Plattform zu schaffen, wo Kommunikation zwischen B\u00fcrgern gepflegt werden kann: aus Interesse an der jeweiligen Sprache oder mit dem Wunsche eine Freundschaft zu kn\u00fcpfen, nach Frankreich\/Deutschland zu kommen usw. Mit heutiger Technik w\u00e4re so was in schriftlicher und m\u00fcndlicher Form m\u00f6glich (da diese Vorschl\u00e4ge eher die Stadt oder in erster Linie die Stadt betreffen, haben wir sie Anfang Juli ausformuliert und an die Stadtverwaltung geschickt). Sp\u00e4t kamen wir wieder zur\u00fcck in unsere Unterkunft.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag am Samstagvormittag hatten wir einen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Das erste, was uns aufgefallen war, war eine gro\u00dfe Baustelle unweit von unserer Unterkunft, also direkt im Zentrum der Stadt. Das sind die Anf\u00e4nge der zuk\u00fcnftigen U-Bahn-Station, die 2020 Vitry direkt mit Paris verbinden wird. Das ist der neue U-Bahnkreis, der gro\u00dfz\u00fcgig durch die Vororte von Paris unter dem Namen \u201eNouveau Grand Paris\u201c (Neues Gro\u00dfes Paris) entstehen soll. Weiter erlebten wir das bunte Markttreiben auf dem zentralen Platz neben der Kirche, was eine Symbiose aus europ\u00e4ischen und orientalischen Waren und Traditionen ist. Da in der Stadt Vitry viele vor allem Einwandererfamilien ein niedriges Einkommen haben, profitieren sie von relativ niedrigen Preisen der Markth\u00e4ndler. Auf diesem Markt kann man alles bekommen angefangen von unterschiedlichen traditionellen Lebensmitteln (auch Austern und Co.) bis hin zu orientalischen T\u00fcchern und Schmuck. Blo\u00df auf die eigene Tasche muss man dabei aufpassen, so war der Ratschlag von Alain. Unterwegs in unterschiedlichen st\u00e4dtischen \u201eQuartiers\u201c wurde uns die sogenannte \u201eStreet-Art\u201c gezeigt, wof\u00fcr Vitry so ber\u00fchmt ist und deren K\u00fcnstler von der Stadtverwaltung gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt werden. Alain erz\u00e4hlte uns, dass Leute, oft Familien mit Kindern, an Wochenenden sogar von au\u00dferhalb kommen, um diese Wandmalereien zu erleben. Man muss hinzuf\u00fcgen, dass diese Kunst kurzlebig ist. Die Bilder werden nach einer bestimmten Zeit mit neuen Bildern \u00fcbermalt.<\/p>\n<p>Die Mittagszeit (ich wage nicht zu sagen, dass wir nur zu Mittag gegessen haben, das w\u00e4re viel zu eng ausgedr\u00fcckt) verbrachten wir im Restaurant des Museums f\u00fcr die moderne Kunst \u201eMacval\u201c. Vitry-sur-Seine profilierte sich zur Stadt der modernen Kunst. Wir genossen ein sch\u00f6nes Essen \u00e0 la carte, sehr gute Bedienung und eine wunderbare Unterhaltung mit englischen Kollegen (inwieweit unsere Englischkenntnisse und mein elektronisches W\u00f6rterbuch und das Lexikon das zulie\u00dfen). Adrian half uns nat\u00fcrlich sehr dabei. Es ging um das bevorstehende Referendum (am 23.06.) in England, um den Krieg der Wei\u00dfen (Grafschaft Lancashire, wo Burnley liegt) und Roten Rose (Grafschaft Yorkshire) im 15 Jh. (die Rosen schm\u00fccken bis heute noch die Wappen der jeweiligen Grafschaften), auch um die Stadt Burnlay selbst, was sehr sch\u00f6n sein soll (zur Info: Burnley ist eine Stadt im gleichnamigen Bezirk im Nord-Westen Englands und liegt am Leeds-Liverpool-Kanal. Die Einwohnerzahl betr\u00e4gt etwa 89.500).<\/p>\n<p>Nach der \u201eMittagspause\u201c, die sehr gro\u00dfz\u00fcgig war, hatten wir Freizeit. Wir gingen mit Adrian durch die Stadt zu seinem Haus, das mehr oder weniger auf dem \u201ePlateau\u201c liegt (eine gro\u00dffl\u00e4chige Erhebung in Vitry, die als \u201ePlateau\u201c bezeichnet wird). Von dort schaut man auf das Zentrum von Vitry, das wie im Tal liegt. Wieder von oben nach unten steigend und in unserer Unterkunft ankommend, zogen wir uns um, da am Abend der B\u00fcrgermeisterempfang auf dem Programm stand.<\/p>\n<p>Es ist wichtig die allgemeine Situation an der Seine zu der Zeit zu erw\u00e4hnen, und dass alles in Frankreich unter dem Zeichen des Hochwassers stand. Man fieberte mit, wie hoch das Wasser noch kommt. Besonders kleine St\u00e4dte waren von der Gefahr betroffen, nicht nur an der Seine, sondern auch an den anderen Fl\u00fcssen. Es hat vorher einfach viel zu viel und viel zu lange geregnet. Aber die Natur hat gerade am jenem Wochenende den Vitrioten ein sch\u00f6nes regenfreies Wetter zum Feiern beschert!<\/p>\n<p>Wir wussten, dass letztes Jahr in Vitry, nachdem der B\u00fcrgermeister Audoubert vorzeitig zur\u00fcckgetreten war, ein neuer B\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt worden ist, Herr Kennedy. Vom Aussehen her war er uns unbekannt. Nun waren alle unten im Schwanenhaus versammelt (der Empfang sollte dort stattfinden) und warteten auf den B\u00fcrgermeister. In einem Moment trat ein Herr, gekleidet in einer regenfesten Weste, herein in Begleitung einer Dame, die ich von ihrem Besuch in Mei\u00dfen her als Vertreterin des B\u00fcrgermeisters kannte. In diesem Moment erahnte ich, das muss der B\u00fcrgermeister selbst sein. Das war er auch. Sehr einfach und umg\u00e4nglich. Alle wurden ihm vorgestellt. Er hielt eine kleine Ansprache, erw\u00e4hnte das Hochwasser, was viele Pl\u00e4ne auf den Kopf gestellt hat und die Handlungspriorit\u00e4t setzte. Nach dem Austausch von Geschenken (jeder bekam eine Flasche Wein und ein Fliederfest-T-Shirt mit Wassermotiv) wurden alle G\u00e4ste zum Tisch gebeten. Ich hatte die Ehre neben dem B\u00fcrgermeister zu sitzen und mich mit ihm gelegentlich zu unterhalten. Er interessierte sich sehr f\u00fcr die Porzellanmanufaktur, fragte, wie die traditionsreiche Produktion es schafft, im gro\u00dfen Angebot weiter bestehen zu bleiben. Zum Gl\u00fcck war ich gut informiert und konnte seine Fragen beantworten. Nat\u00fcrlich war uns ein Thema gemein \u2013 das Hochwasser. Am Ende des Essens \u00fcberreichten uns die Engl\u00e4nder auch Geschenke: ein Heft, ein Abzeichen und Manchettenkn\u00f6pfe mit dem Wappen von Burnlay. Wir hatten zum Gl\u00fcck noch ein St\u00fcck Seife in Form vom Buchstabenstein, den haben wir den Engl\u00e4ndern geschenkt. Ein paar Prospekte auf Englisch \u00fcber Mei\u00dfen w\u00e4ren nat\u00fcrlich auch sehr n\u00fctzlich gewesen, aber wir hatten keine mit\u2026<\/p>\n<p>Nach dem reichhaltigen Mal (traditionell franz\u00f6sisch mit K\u00e4se und Petit-fours \u2013 kleinen T\u00f6rtchen und anschlie\u00dfendem Espresso) wurden wir zum Festgel\u00e4nde geleitet, wo der H\u00f6hepunkt des Festes \u2013 ein Konzert \u2013 bereits lief (alle Angebote sind kostenlos). Wir kamen zur B\u00fchne von der Seite, mit Absperrungen vom s\u00e4mtlichen Publikum getrennt. Ich sehe einen elegant gekleideten \u00e4lteren Interpret auf der B\u00fchne, h\u00f6re die Stimme und mir kommt das so bekannt vor. Ich sage jemandem von den Franzosen: \u201eDieser S\u00e4nger singt wie Adamo (ein ganz ber\u00fchmter belgischer S\u00e4nger der 60-er, 70-er und 80-er, also aus meiner Jugend) und derjenige antwortet mir: \u201eDas ist Adamo.\u201c Ich dachte, das ist ein Witz, aber das war er tats\u00e4chlich. F\u00fcr mich \u2013 eine Legende! Jedenfalls war das ein tolles Konzert, weil ich viele Titel erkannte, viele waren nat\u00fcrlich sp\u00e4ter komponiert, also neu f\u00fcr mich. Ich glaubte immer noch meinen Augen und meinen Ohren nicht. Zum Ende des Konzertes sagte eine Stadtr\u00e4tin, dass der B\u00fcrgermeister eine kleine \u00dcberraschung vorbereitet hat. Wir sollten zum \u201eAperitif\u201c in einen Nebenraum kommen. Wir kamen, und einige Zeit sp\u00e4ter erschien dort Adamo pers\u00f6nlich. Ich konnte sogar mit ihm reden und ein Autogramm bekommen! Dies war die versprochene \u00dcberraschung!<\/p>\n<p>Dieser Abend endete weit nach Mitternacht. Am n\u00e4chsten Tag waren wir im Park auf dem Ausstellungsgel\u00e4nde, wo sich Vereine von Vitry pr\u00e4sentierten und wo auch eine B\u00fchne f\u00fcr kulturelle Beitr\u00e4ge aufgebaut war. Das Thema der Hauptausstellung im Hauptzelt war \u201e80 Jahre bezahlter Urlaub\u201c. Zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung versammelten sich alle, die \u201eRang und Namen\u201c hatten, einschlie\u00dflich B\u00fcrgermeister. Er hat \u00fcber diese politische Errungenschaft gesprochen, die auch heute nicht so selbstverst\u00e4ndlich ist, und damals \u2013 umso mehr. Wir waren sehr stolz darauf, dass wir schon so viele Gesichter aus fr\u00fcheren Begegnungen in Mei\u00dfen und Vitry kannten, die uns herzlich gr\u00fc\u00dften. Unsere Vereinskameraden J\u00fcrgen und Jaqueline Rei\u00df, die privat angereist sind und bei ihren franz\u00f6sischen Freunden untergebracht waren, waren auch dabei. Dann ging es ins n\u00e4chste Zelt zur n\u00e4chsten Ausstellung, diesmal eine Fotoausstellung, die ein Sch\u00fclerteam anl\u00e4sslich des 80. Jahrestages des amerikanischen Atombombenwurfs auf Hiroshima und Nagasaki organisiert hatte. Die Sch\u00fcler waren pers\u00f6nlich in Hiroshima und haben dort diese Fotos gemacht und mit \u00dcberlebenden gesprochen. Das war eine ersch\u00fctternde Schau.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen am spanischen Stand (nat\u00fcrlich Paella!), was auch von der Stadtverwaltung organisiert wurde, gingen wir zum Stand des Comit\u00e9s de Jumelage um unsere Freunde zu begr\u00fc\u00dfen und uns mit Verantwortlichen zu treffen. Das Comit\u00e9 hat einen neuen Vorsitzenden, den haben wir pers\u00f6nlich kennengelernt und \u00fcber unsere Projekte gesprochen, unter anderem \u00fcber das Programm des diesj\u00e4hrigen Familienaustausches, der im Oktober in Vitry stattfinden soll. Wir besprachen auch die M\u00f6glichkeit eines trilateralen Projektes: Vitry-Burnlay-Mei\u00dfen mit Wanderern. N\u00e4chstes Jahr findet das Treffen von Wanderern aus beiden St\u00e4dten in Vitry statt, denen sich auch unser Verein anschlie\u00dfen k\u00f6nnte, wenn sich alle Seiten im Voraus entsprechend absprechen. Nach Vitry ginge dann die Stafette in den folgenden Jahren nach Burnley und schlie\u00dflich nach Mei\u00dfen.<\/p>\n<p>Wir haben den Standbetreuer unsere Geschenke \u00fcberreicht: Mei\u00dfner Wein f\u00fcr Weinproben am Stand, Bonbons \u201eMei\u00dfner Kieselsteine\u201c, Mei\u00dfner Schokoladentaler und Anh\u00e4nger mit dem Buchstabenstein f\u00fcr die Standbetreuer (nat\u00fcrlich mit der Erkl\u00e4rung der Geschichte und entsprechenden Bildern) \u2013 alles zur Popularisierung unserer Stadt. Wir waren sehr von der Vorstellung von Partnerst\u00e4dten am Stand angetan: in einer grafischen Manier mit sch\u00f6nen lockeren Bildern und Untertiteln dazu. Nat\u00fcrlich haben wir auch Mei\u00dfner Prospekte in franz\u00f6sischer Sprache mitgebracht und dort ausgelegt.<\/p>\n<p>Nach diesen Gespr\u00e4chen ging es zum n\u00e4chsten Punkt \u2013 n\u00e4mlich zum Festumzug \u2013 auf die Hauptstra\u00dfe von Vitry. Der Festumzug hat in Vitry eine andere Spezifik. Es ist viel Musik und Tanz verschiedener Kulturen zu erleben. Farbenfroh geschm\u00fcckte Wagen und dazwischen z.\u202fB. Eine herrliche Persiflage auf den Gendarmen von St. \u202fTropez.<\/p>\n<p>Danach kehrten wir in unsere Unterkunft zur\u00fcck und verabschiedeten Herrn Friedel und Herrn Schuster von der Stadtverwaltung, die am Sonntag wieder zur\u00fcckflogen. Wir nahmen Abschied auch von den Engl\u00e4ndern, die erst am n\u00e4chsten Tag abreisen sollten und lie\u00dfen uns von Josef mit all unseren Sachen zu einer Freundin in Vitry (aus dem Familienaustausch) bringen, bei der wir noch privat ein paar Tage blieben.<\/p>\n<p>Das sch\u00f6ne Wetter kehrte endg\u00fcltig zur\u00fcck und schenkte uns noch sch\u00f6ne Stunden in Paris und Umgebung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3. \u2013 5. 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Blo\u00df auf die eigene Tasche muss man dabei aufpassen, so war der Ratschlag von Alain. Unterwegs in unterschiedlichen st\u00e4dtischen \u201eQuartiers\u201c wurde uns die sogenannte \u201eStreet-Art\u201c gezeigt, wof\u00fcr Vitry so ber\u00fchmt ist und deren K\u00fcnstler von der Stadtverwaltung gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt werden. Alain erz\u00e4hlte uns, dass Leute, oft Familien mit Kindern, an Wochenenden sogar von au\u00dferhalb kommen, um diese Wandmalereien zu erleben. Man muss hinzuf\u00fcgen, dass diese Kunst kurzlebig ist. Die Bilder werden nach einer bestimmten Zeit mit neuen Bildern \u00fcbermalt. Die Mittagszeit (ich wage nicht zu sagen, dass wir nur zu Mittag gegessen haben, das w\u00e4re viel zu eng ausgedr\u00fcckt) verbrachten wir im Restaurant des Museums f\u00fcr die moderne Kunst \u201eMacval\u201c. Vitry-sur-Seine profilierte sich zur Stadt der modernen Kunst. Wir genossen ein sch\u00f6nes Essen \u00e0 la carte, sehr gute Bedienung und eine wunderbare Unterhaltung mit englischen Kollegen (inwieweit unsere Englischkenntnisse und mein elektronisches W\u00f6rterbuch und das Lexikon das zulie\u00dfen). Adrian half uns nat\u00fcrlich sehr dabei. Es ging um das bevorstehende Referendum (am 23.06.) in England, um den Krieg der Wei\u00dfen (Grafschaft Lancashire, wo Burnley liegt) und Roten Rose (Grafschaft Yorkshire) im 15 Jh. (die Rosen schm\u00fccken bis heute noch die Wappen der jeweiligen Grafschaften), auch um die Stadt Burnlay selbst, was sehr sch\u00f6n sein soll (zur Info: Burnley ist eine Stadt im gleichnamigen Bezirk im Nord-Westen Englands und liegt am Leeds-Liverpool-Kanal. Die Einwohnerzahl betr\u00e4gt etwa 89.500). Nach der \u201eMittagspause\u201c, die sehr gro\u00dfz\u00fcgig war, hatten wir Freizeit. 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