Vereinswanderungen

Familienaustausch 2019 Vitry in Meißen

Es ist wieder soweit.

Vom 23. Oktober bis 28. Oktober 2019 besuchen Gäste aus Vitry-sur-Seine Ihre Partnerstadt Meißen. Die Meißener Gastfamilien haben diese lang ersehnten Tage mit Freude vorbereitet.

Am späten Mittwochnachmittag holen zwei Vertreter des Städtepartnerschaftsvereines die französischen Gäste vom Flughafen Tegel ab. Ohne Stau bringen sie die Besucher mit zwei Minibussen, die von den Pfadfindern und vom Autohaus Lassotta zur Verfügung gestellt worden sind, zum Begrüßungsabend in den Weinkeller der Stiftung Soziale Projekte. Gemeinsam verbringen Gäste und Gastgeber einen wunderschönen geselligen Abend.

Am Donnerstagmorgen sehen sich alle ausgeruht in der Stadt Meißen wieder. Der Meißner Oberbürgermeister Herr Raschke empfängt die deutsch-französische Gruppe im Rathaus. Nach einer herzlichen Begrüßung erklärt er den Gästen die aktuelle Stadtentwicklung und zeigt ihnen im Anschluss den Rathaussaal. Er berichtet dessen Geschichte und weckt bei seinen Zuhörern großes Interesse, als er vom Fund eines Liebesbriefes erzählt.

Im Anschluss begeben sich alle auf einen kulinarischen Stadtrundgang. Im Café Schreiber, in der Fleischerei Richter, bei Vincenz Richter und im Domkeller verkosten sie Meißner Spezialitäten und erfahren deren Geschichte. Im Anschluss verbringen die Familien den restlichen Tag individuell. Einige besichtigen Moritzburg, andere nehmen an einer Führung in der Farbstoffsammlung der TU Dresden teil, wieder andere bummeln in den Weinbergen nahe Meißen.

Am nächsten Morgen, beim Treff zum Start nach Leipzig haben alle Familien viele interessante Erlebnisse zu berichten.

Mit dem Regionalexpress startet die deutsch-französische Gruppe nach Leipzig. Dort wartet eine Besichtigung des Neuen Rathauses und die Aussicht von Rathausturm bei wunderschönem Sonnenschein. Nach insgesamt 834 Stufen gibt es eine Stärkung im Ratskeller. Bei typisch deutschen Gerichten stärken sich alle für den Nachmittag. Dieser ist mit einer Passagenführung gefüllt. Shopping- und Kaffeepausen lockern diese Besichtigung auf.
Zufrieden verbringen die Meißner und die Vitrioten den Abend gemütlich zu Hause.

Samstag ist Familientag. Nach einem ausgiebigen Frühstück starten alle bei wunderschönstem Herbstwetter in den Tag. Jedes deutsch-französische Familienpärchen erlebt den freien Tag in einer anderen Ecke der Region: Dresden, Glashütte, Pillnitz, Weesenstein oder Seiffen, alle genießen den Ausflug und sammeln schöne Erinnerungen.

Schloss Wackerbarth erwartet die deutsch-französische Familiengesellschaft am Sonntag in seiner Sektmanufaktur, welche die älteste Sachsens ist. Lebendig und theatralisch erfahren die Gäste, wie der “Beste Sekterzeuger Deutschlands 2018” seine Kostbarkeiten herstellt. Drei verschiedene Schaumweine werden anschließend in einer fröhlichen Atmosphäre verkostet. Jeder entscheidet für sich, welcher Lößnitzschatz seinen Favoriten darstellt – Riesling Brut 2016 oder Hommage au Bussard 1836 Weiß extra trocken oder Hommage au Bussard 1836 Rosé extra trocken. Nach dem Besuch versteht jeder, weshalb schon Sachsens Könige den Lößnitzer Schaumwein so mochten.

Und schon ist er da, der Abschlussabend. Keiner will es so recht glauben, dass die Zeit so schnell vergangen ist. Bei einem Gläschen und einem sächsischen Buffet genießen alle die für diesen Austausch letzten Stunden. Abgerundet wird der gesellige Abend mit dem Gesang von deutschen und französischen traditionellen Liedern.

Am Montag verabschieden sich alle in Dresden Hauptbahnhof und sind sich einig, dass es im nächsten Jahr wieder ein Familientreffen geben wird

Kochspaß 2019 – Japanisch

Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Arita – Meißen wurde in der ersten Herbstferienwoche japanisch gekocht. Das Ferienangebot des Städtepartnerschaftsvereines wurde von Michael Reuter von der Freundschaftsgesellschaft Meißen-Arita/Japan e.V. unterstützt. Als Japanliebhaber und Kenner der japanischen Küche zauberte er mit den Ferienkochlehrlingen ein Menu, welches die Kinder in Japan sehr gern essen: Omureis, Takoyaki und ein Süppchen.

Der Omureis ist ein mit Reis gefülltes Omelette, welches nicht nur den japanischen Kindern mit Ketchup richtig gut schmeckt. Die Takoyaki, beim Kochspaß in Surimiyaki umgewandelt, hätten am liebsten alle in der vom Chefkoch wohlbehüteten Takoyakipfanne zubereitet. Die Suppe kochten die Kochlehrlinge unter Anleitung aus allen noch zur Verfügung stehenden Zutaten.

Gemeinsam ließen es sich dann alle an der von den Mitarbeitern der Stiftung Soziale Projekte Meißen liebevoll gedeckten Tafel schmecken.

Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich bei der Stiftung Soziale Projekte Meißen, der Freundschaftsgesellschaft Meißen-Arita/Japan e.V. und der Tafel Meißen für die Unterstützung des Ferienprojektes.

Beatrice Saske Mitglied des SPV Meißen e. V.


Weinfest 2019

27.09. – 29.09.2019

Wie jedes Jahr fand am letzten Wochenende im September das Meißner Weinfest statt und unser Verein beteiligte sich wieder mit einem Weinstand.
Der Standort war dieses Jahr für uns neu, am Heinrichsplatz, sodass wir einige extra Vorbereitungen, wie beispielsweise Spüle und Wasserleitung zu installieren, hatten.
Insgesamt ist der Weinverkauf erfolgreich gewesen und der Verein konnte Eigenmittel erwirtschaften, um neue Aktivitäten der Städtepartnerschaft organisieren und finanzieren zu können.
Wir danken allen Vereins- und Nichtvereinsmitgliedern, die mit ihrem Einsatz beim Aufbau des Standes, bei Betreuung und Verkauf, sowie Abbau und der Abrechnung ehrenamtlich geholfen haben.

Der neue Vorstand ist gewählt

Am 26.03.2019 haben die Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins Meißen e. V. einen neuen Vorstand gewählt.

Matthias Cotta, der den Vereinsvorsitz zwölf Jahre innehatte, gab den Staffelstab an Claudia Weise weiter. Claudia Weise wurde einstimmig zur neuen Vereinsvorsitzenden gewählt.

Die Mitglieder dankten Matthias Cotta für seine langjährigen Verdienste im Bemühen der Partnerschaftsaktivitäten zu Meißens Partnerstädten, besonders zu Vitry-sur-Seine (Frankreich), Leitmeritz (Tschechien), Fellbach und neuerdings Legnica (Polen).
Vor allem die Organisation, des seit über zehn Jahre bestehenden jährliche Familienaustausches zwischen Familien aus Vitry und Meißen, gehen auf die Arbeit von Matthias Cotta und seiner Frau Alla Cotta zurück.

Der Verein sucht immer Meißner und Meißnerinnen, die Interesse und Freude hätten, uns bei der ehrenamtlichen Arbeit zur Pflege der freundschaftlichen Beziehungen zu Meißens Partnerstädten zu unterstützen und unser Vereinsleben noch bunter zu gestalten.

Kochspaß 2019 – Griechisch

Am Mittwoch, dem 20. Februar 2019, fand unser Kochspaß statt – diesmal bereiteten wir ein griechisches Gericht zu.

Gruppen Bild unserer kleinen Köche beim ersten Kochspaß 2019 – Griechisch kochen

Ferienzeit ist Kochzeit

“Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten”, das wusste schon der griechische Gelehrte Aristoteles. Genau dieses Gefühl vermittelte das Gewimmel in der Küche der Stiftung für Soziale Projekte Meißen.
Gemeinsam mit Mitgliedern des Städtepartnerschaftsvereins Meißen e. V. kochten Meißner Ferienkinder ein griechisches Menü. Die Kombination der einzelnen Gerichte begann mit einem Salat à la Korfu. Dieser war nicht zufällig ausgewählt, sondern der griechischen Partnerstadt Korfu gewidmet, denn das Kochen fand in der Serie “Kochspaß aus unseren Partnerstädten” statt. Die Ferienköche kreierten als Hauptgang Kretarakia mit Bifteki, Zaziki und Auberginenpaste. Den Abschluss krönte griechischer Joghurt mit Honig und Mandeln.
Nach dem sichtlich Spaß bereitenden Kochen ließen sich alle an einer wunderschön gedeckten Tafel das mit Liebe zubereitete Menü schmecken. Beim Verabschieden waren sich alle einig, im Herbst wird wieder gekocht!

Beatrice Saske Mitglied des SPV Meißen e. V.


Zuwachs: Neue Partnerstadt für Meißen

Meißen hat eine siebente Städtepartnerschaft. Die Stadt Legnica (Liegnitz) liegt in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien und zählt 100 000 Einwohner. Am 8. Dezember 2017 unterzeichneten die Oberbügermeister beider Städte, Tadeusz Krzakowski und Olaf Raschke, im feierlichen Rahmen die Urkunden.

Kochspaß Vitry in Meißen 2017

Es gibt ihn wieder, den vom Städtepartnerschaftsverein Meißen e. V. organisierten Kochspaß. In den Winterferien wurde in Räumlichkeiten der Stiftung Soziale Projekte französisch gekocht.

Unter der Anleitung von Mitgliedern des SPV kreierten die Ferienschüler ein Drei-Gänge-Menü. Jeder dieser drei Gänge wurde von jeweils einer Gruppe vorbereitet. Nach fleißigem Schneiden, Hacken, Rühren, Braten oder Kochen ließen sich alle den mit Baguette gereichten Salat schmecken, während der Hauptgang, das Hâchis parmentier, noch im Ofen fertig buk. Nach den beiden herzhaften Gängen warteten süße Crêpes auf die Liebhaber der französischen Küche.

Während des Kochens und des Essens gab es interessante Gespräche über die französische Kultur und Landeskunde. Französische Musik rundete die gemütliche Atmosphäre ab.

Literaturfest 2017

Zum gefühlten x-ten Mal hat sich unser Verein wieder für die Teilnahme als Vorleser am Meißner Literaturfest entschieden.

Die Leseorte sind schon weitgehend vertraut, nämlich im Kanu-Bootshaus und auf der Burgstraße im Weinladen. Vereinsvorsitzender, Matthias Cotta, und Vereinsfreundin, Claudia Weise, übernahmen die Planung, die organisatorische Umsetzung und waren auch die „Vorleser“. Bei super Sommerwetter und einem regem Zuhörerpublikum, genährt von Kanuten und Städtepartnerschaftsfreunden, fand unsere erste Lesung am 08.06. im Bootshaus statt.

Zu hören waren das Eingangskapitel von Juli Zehs Roman „Unterleuten“ und vier zusammenhängende Kurzgeschichten des Schweizer Autors Marin Suter aus dem Buch „Cheers“ von 2016.

Am Sonnabendabend zur Lesehochzeit in Meißen wurde im Weinladen auf der Burgstraße gelesen. Und wir waren schon sehr überrascht, dass doch eine größere Anzahl von Zuhörern ganz speziell uns zum Zuhören unserer Leseauswahl ausgesucht hatte.

Da es in Meißen immer Fete mit Gemeinderatssitzungen und einzelnen Gemeinderäten gibt, wurde aus Juli Zehs Roman das Kapitel gelesen, wo die Gemeinde „Unterleuten“ in einer Gemeinderatssitzung erfährt, dass im Dorf ein Windpark errichtet werden soll. Das Kapitel hat viele lustige aber auch nachdenkenswerte Stellen, die im Saal zum Lachen und Schmunzeln und sicher auch zum Vergleich mit Meißen animierte. Martin Suters Geschichten kommen immer gut an, sodass wir das wiederholten.

Spaß hat es allen Beteiligten gemacht und sicher sind wir als Städtepartnerschaftsverein auch 2018 wieder Vorleser.

Jugendsymposium in Erba 2017

Draußen ist es noch sehr dunkel, als sich die kleine Reisegruppe mit achtzehn Jugendlichen aus Meißen und drei Begleiterinnen am 22. Februar 2017 am Busbahnhof trifft. Pünktlich um sechs startet für diese aufgeregten Austauschschüler der Bus. Er fährt sie nach Erba zum Jugendsymposium, zu welchem die Partnerstadt von Fellbach zwanzig junge Meißner eingeladen hat. Die Schüler des Franziskaneums, des Beruflichen Gymnasiums des BSZ Meißen – Radebeul, des Beruflichen Gymnasiums der Freien Werkschule und des Jugendstadtrates werden gemeinsam mit Jugendlichen aus den anderen Partnerstädten Fellbachs, Tournon, Tain l’Hermitage und Pesz fünf Tage verbringen.

Hinter den gewaltigen Alpen mit ihren letzten schönen Schneemützen, abenteuerlustigen Skifahren und kleinen Berghütten wartet eine mediterrane und warme Lombardei. Wir bemerken sofort die sonnige Atmosphäre, die gelben und roten Häuser und hier und da auch kleine Palmen. Endlich nach dreizehn Stunden Fahrt werden wir Meißner in der Herberge „Padri Barnabiti“ herzlich empfangen. Die Vertreter der Stadt und des Städtepartnerschaftsvereines halten kurze Reden und begrüßen die vielen jungen Gäste.

Nach der ersten Nacht sind alle ausgeruht bereit für den Arbeitstag. Der Psychologe, Herr Dr. Andrea Carta, hält einen Vortrag über die Jugendsozialisation und deren Probleme. Eine Dolmetscherin überträgt die Information in die englische Sprache, welche als Bedingung von allen Jugendlichen beherrscht werden soll. In kleinen internationalen Gruppen erarbeiten wir gemeinsam Vorschläge, wie sich junge Menschen aus aller Welt besser miteinander vernetzen können. Nach der Präsentation der Ergebnisse fahren alle in die Pizzeria „Tourlé“ und stärken sich bei so viel Pizza wie sie mögen.

Der Freitag ist ganz und gar der Erkundung der Region gewidmet. Am Morgen wandern alle am Segrinosee entlang zur bekannten Konditorei „Nocciolini di Canzo“, um deren Köstlichkeiten an einem extra für uns gedecktem Büffet zu verkosten. Am Nachmittag steht eine Bootsfahrt auf dem Comosee im Programm. Wir können viele kleine Städtchen sehen und legen eine Zwischenstation in Torno und Cernobbio ein um das Flair zu genießen. Auch in Como haben wir noch etwas Zeit und schauen uns das historische Stadtzentrum an, bevor wir am Abend im Castello di Pomerio von der Bürgermeisterin von Erba, Signora Tili, begrüßt und zum Abendessen eingeladen werden.

Der interessanteste Tag ist der Samstag. Mit einem „Sport frei“ und Zumba beginnt der Tag im Sportzentrum „Palaerba“. Die rhythmischen Bewegungen beim Zumba bereiten allen viel Spaß und auch die Herren geben sich viel Mühe. Im Anschluss ringen die internationalen Teams bei Volleyball, Basketball und Tischtennis um die Plätze. Nach dem Mittag gibt es eine Unterweisung im Kampfsport und einen Athletikwettkampf.

Der Abend dieses das Gemeinschaftsgefühl stärkenden Samstags findet im Castello di Monguzzo bei einem köstlichen Abschiedsdinner statt. Im Anschluss legt ein DJ für uns feierwütigen Jugendlichen auf. Es werden viele Abschiedsworte gesprochen und so manche Träne verdrückt. Bis Mitternacht wird gefeiert. Die letzte Nacht in der Herberge fällt sehr kurz aus, denn am Morgen geht es nach einem ausgelassenen Frühstück und einem letzten Gruppenfoto pünktlich zurück in die Heimat.

Die fünf Tage waren unheimlich interessant und wir konnten verschiedene andere Kulturen kennenlernen. Projekte wie dieses lassen uns Jugendliche aktiv an der Sozialisation teilhaben und fördern das Gemeinschaftsgefühl.

Herzlichen Dank an die Städte Erba, Fellbach und Meißen für diese großartige Chance.

Vivien Frenzel, Berufliches Gymnasium BSZ Meißen – Radebeul

Familienaustausch 2016 Meißen in Vitry

Jedes Jahr in den Herbstferien besuchen sich Familien aus Meißen und Vitry-sur-Seine. In diesem Jahr reisten 21 Meißner in die Partnerstadt und wurden aufs Herzlichste empfangen.

Am ersten Abend, für welchen die Vitrioten das Buffet in Eigeninitiative vorbereitet hatten, freuten wir uns alle über das Wiedersehen, es wurde viel erzählt und gelacht.

Für uns Meißner hatten sich die Gastgeber ein sehr schönes und ausgewogenes Programm ausgedacht. Die ersten zwei Tage widmeten sich Paris, aber nicht den typischen Sehenswürdigkeiten, sondern Paris ganz anders. Schleusenfahrt, Musikmuseum und Porzellanmanufaktur, so hießen die Programmpunkte.

Während der gemächlichen Bootsfahrt auf dem Canal Saint-Martin passierten wir zahlreiche Schleusen und Dreh- und Zugbrücken, ein spannendes Erlebnis, bei welchem wir das Pariser Flair links und rechts des Kanals genießen konnten. Die zahlreichen Hausboote bei Bastille und der Blick auf die Julisäule und die neue Oper setzen dem Erlebnis den i-Punkt auf.

Nach dieser sehr schönen Tour stärkten sich alle in einem typisch Pariser Bistrot, dem „Chez Tonton Jaurès“. Beim Mittag erlebten wir ebenfalls eine wunderbare Atmosphäre. Eng aneinandergereiht, an kleinen Bistrottischen genossen wir ein deliziöses Menü.

Gestärkt ging es in das Musikmuseum. Dieses zeigt in seiner Dauerausstellung fast 1000 Instrumente und Kunstwerke. In chronologischer Abfolge konnten wir die Geschichte ab dem 17. Jahrhundert verfolgen, sogar ein kleines Akkordeonkonzert war zu hören.

Nach dem Besuch dieser Ausstellung war der erste gemeinsame schöne Tag auch schon zu Ende. Alle genossen noch die letzten Sonnenstrahlen und ließen es sich am Abend in den Familien gut gehen.

Am zweiten Tag lernten wir Porzellanstadtbewohner, dass auch in Paris Porzellan hergestellt wird. Dazu fuhren wir nach Sèvres und besuchten das keramische Nationalmuseum, welches Alexandre Brogniard zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründete. In dem extra dafür errichteten Gebäude begaben wir uns auf historische Spurensuche und entdeckten wunderschöne Ausstellungsstücke. Dazu gehörten zum Beispiel ein faszinierender Sumoringerpokal, überdimensional große Vasen oder Tafelservices, die immer noch für besondere Staatsempfänge vom Elyséepalast ausgeliehen werden.

Und schon war der zweite Tag in Paris zu Ende. Nach einem geruhsamen Mittagessen und einem Spaziergang im Park des Museums bereiteten wir uns auf einen zweiten gemütlichen Städtepartnerschaftsabend vor. Ein in unseren Nationalfarben liebevoll geschmückter Saal erwartete uns. Und bei zwei Riesenpfannen Paella genossen wir einen französischen Chanson nach dem anderen. Wir merkten überhaupt nicht, wie schnell die Zeit verging. So verblieben nicht viele Stunden, um uns für den nächsten Tagesausflug auszuruhen.

Pünktlich acht Uhr starteten wir mit einem von der Stadt Vitry zur Verfügung gestellten Reisebus nach Provins. Provins ist ein mittelalterliches Städtchen, circa 80 Kilometer südöstlich von Paris gelegen. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und steht nach dem Eiffelturm und Versailles auf Platz drei der Sehenswürdigkeiten der Ile-de-France. Das kleine Städtchen war in der Geschichte ein wichtiges Handelszentrum. Vor allem die Handelsmessen in Provins zogen viele Kaufleute aus Europa an.

In der sogenannten Oberstadt kann man die mittelalterliche Struktur noch sehr gut nachempfinden, die vielen historischen Gebäude und die Stadtmauer sind sehr beeindruckend. Dank zwei geführter Besichtigungen im Cesarturm und im Stadtmuseum erfuhren wir sehr viel Interessantes über das Städtchen und seine Geschichte. Mit der Rückkehr in Vitry war nun leider auch schon der dritte Tag vorbei.

Den vierten Tag nutzen wir als Familientag. Unsere Gastgeber gestalteten diesen individuell mit uns. So gab es am Abschiedsabend sehr viel über die Tagesausflüge, die nach Versailles, Vincennes, Fontainebleau, Montparnasse oder zur Fondation Louis Vuitton führten, zu erzählen. Bei einem gemeinsamen Abendessen und viel Musik ließen wir diese wunderbare Woche ausklingen.

Viel zu schnell war es dann auch schon Samstag. Einige nutzten den Vormittag noch für einen Spaziergang über den Markt und zu einem letzten typischen französischen Mittagessen bevor wir am zeitigen Nachmittag zum Flughafen Orly fuhren. Ein bisschen wehmütig, aber mit dem Wissen, dass wir uns im nächsten Jahr wiedersehen werden, flogen wir nach Hause zurück.

In Erinnerung bleibt uns eine fantastische Woche. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Gastgebern, die so viel Zeit in die Vorbereitung und in die gemeinsame Woche investiert haben.

Merci beaucoup et à l‘année prochaine