Jugendsymposium in Erba 2017

Draußen ist es noch sehr dunkel, als sich die kleine Reisegruppe mit achtzehn Jugendlichen aus Meißen und drei Begleiterinnen am 22. Februar 2017 am Busbahnhof trifft. Pünktlich um sechs startet für diese aufgeregten Austauschschüler der Bus. Er fährt sie nach Erba zum Jugendsymposium, zu welchem die Partnerstadt von Fellbach zwanzig junge Meißner eingeladen hat. Die Schüler des Franziskaneums, des Beruflichen Gymnasiums des BSZ Meißen – Radebeul, des Beruflichen Gymnasiums der Freien Werkschule und des Jugendstadtrates werden gemeinsam mit Jugendlichen aus den anderen Partnerstädten Fellbachs, Tournon, Tain l’Hermitage und Pesz fünf Tage verbringen.

Hinter den gewaltigen Alpen mit ihren letzten schönen Schneemützen, abenteuerlustigen Skifahren und kleinen Berghütten wartet eine mediterrane und warme Lombardei. Wir bemerken sofort die sonnige Atmosphäre, die gelben und roten Häuser und hier und da auch kleine Palmen. Endlich nach dreizehn Stunden Fahrt werden wir Meißner in der Herberge „Padri Barnabiti“ herzlich empfangen. Die Vertreter der Stadt und des Städtepartnerschaftsvereines halten kurze Reden und begrüßen die vielen jungen Gäste.

Nach der ersten Nacht sind alle ausgeruht bereit für den Arbeitstag. Der Psychologe, Herr Dr. Andrea Carta, hält einen Vortrag über die Jugendsozialisation und deren Probleme. Eine Dolmetscherin überträgt die Information in die englische Sprache, welche als Bedingung von allen Jugendlichen beherrscht werden soll. In kleinen internationalen Gruppen erarbeiten wir gemeinsam Vorschläge, wie sich junge Menschen aus aller Welt besser miteinander vernetzen können. Nach der Präsentation der Ergebnisse fahren alle in die Pizzeria „Tourlé“ und stärken sich bei so viel Pizza wie sie mögen.

Der Freitag ist ganz und gar der Erkundung der Region gewidmet. Am Morgen wandern alle am Segrinosee entlang zur bekannten Konditorei „Nocciolini di Canzo“, um deren Köstlichkeiten an einem extra für uns gedecktem Büffet zu verkosten. Am Nachmittag steht eine Bootsfahrt auf dem Comosee im Programm. Wir können viele kleine Städtchen sehen und legen eine Zwischenstation in Torno und Cernobbio ein um das Flair zu genießen. Auch in Como haben wir noch etwas Zeit und schauen uns das historische Stadtzentrum an, bevor wir am Abend im Castello di Pomerio von der Bürgermeisterin von Erba, Signora Tili, begrüßt und zum Abendessen eingeladen werden.

Der interessanteste Tag ist der Samstag. Mit einem „Sport frei“ und Zumba beginnt der Tag im Sportzentrum „Palaerba“. Die rhythmischen Bewegungen beim Zumba bereiten allen viel Spaß und auch die Herren geben sich viel Mühe. Im Anschluss ringen die internationalen Teams bei Volleyball, Basketball und Tischtennis um die Plätze. Nach dem Mittag gibt es eine Unterweisung im Kampfsport und einen Athletikwettkampf.

Der Abend dieses das Gemeinschaftsgefühl stärkenden Samstags findet im Castello di Monguzzo bei einem köstlichen Abschiedsdinner statt. Im Anschluss legt ein DJ für uns feierwütigen Jugendlichen auf. Es werden viele Abschiedsworte gesprochen und so manche Träne verdrückt. Bis Mitternacht wird gefeiert. Die letzte Nacht in der Herberge fällt sehr kurz aus, denn am Morgen geht es nach einem ausgelassenen Frühstück und einem letzten Gruppenfoto pünktlich zurück in die Heimat.

Die fünf Tage waren unheimlich interessant und wir konnten verschiedene andere Kulturen kennenlernen. Projekte wie dieses lassen uns Jugendliche aktiv an der Sozialisation teilhaben und fördern das Gemeinschaftsgefühl.

Herzlichen Dank an die Städte Erba, Fellbach und Meißen für diese großartige Chance.

Vivien Frenzel, Berufliches Gymnasium BSZ Meißen – Radebeul

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