Familienaustausch 2016 Meißen in Vitry

Jedes Jahr in den Herbstferien besuchen sich Familien aus Meißen und Vitry-sur-Seine. In diesem Jahr reisten 21 Meißner in die Partnerstadt und wurden aufs Herzlichste empfangen.

Am ersten Abend, für welchen die Vitrioten das Buffet in Eigeninitiative vorbereitet hatten, freuten wir uns alle über das Wiedersehen, es wurde viel erzählt und gelacht.

Für uns Meißner hatten sich die Gastgeber ein sehr schönes und ausgewogenes Programm ausgedacht. Die ersten zwei Tage widmeten sich Paris, aber nicht den typischen Sehenswürdigkeiten, sondern Paris ganz anders. Schleusenfahrt, Musikmuseum und Porzellanmanufaktur, so hießen die Programmpunkte.

Während der gemächlichen Bootsfahrt auf dem Canal Saint-Martin passierten wir zahlreiche Schleusen und Dreh- und Zugbrücken, ein spannendes Erlebnis, bei welchem wir das Pariser Flair links und rechts des Kanals genießen konnten. Die zahlreichen Hausboote bei Bastille und der Blick auf die Julisäule und die neue Oper setzen dem Erlebnis den i-Punkt auf.

Nach dieser sehr schönen Tour stärkten sich alle in einem typisch Pariser Bistrot, dem „Chez Tonton Jaurès“. Beim Mittag erlebten wir ebenfalls eine wunderbare Atmosphäre. Eng aneinandergereiht, an kleinen Bistrottischen genossen wir ein deliziöses Menü.

Gestärkt ging es in das Musikmuseum. Dieses zeigt in seiner Dauerausstellung fast 1000 Instrumente und Kunstwerke. In chronologischer Abfolge konnten wir die Geschichte ab dem 17. Jahrhundert verfolgen, sogar ein kleines Akkordeonkonzert war zu hören.

Nach dem Besuch dieser Ausstellung war der erste gemeinsame schöne Tag auch schon zu Ende. Alle genossen noch die letzten Sonnenstrahlen und ließen es sich am Abend in den Familien gut gehen.

Am zweiten Tag lernten wir Porzellanstadtbewohner, dass auch in Paris Porzellan hergestellt wird. Dazu fuhren wir nach Sèvres und besuchten das keramische Nationalmuseum, welches Alexandre Brogniard zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründete. In dem extra dafür errichteten Gebäude begaben wir uns auf historische Spurensuche und entdeckten wunderschöne Ausstellungsstücke. Dazu gehörten zum Beispiel ein faszinierender Sumoringerpokal, überdimensional große Vasen oder Tafelservices, die immer noch für besondere Staatsempfänge vom Elyséepalast ausgeliehen werden.

Und schon war der zweite Tag in Paris zu Ende. Nach einem geruhsamen Mittagessen und einem Spaziergang im Park des Museums bereiteten wir uns auf einen zweiten gemütlichen Städtepartnerschaftsabend vor. Ein in unseren Nationalfarben liebevoll geschmückter Saal erwartete uns. Und bei zwei Riesenpfannen Paella genossen wir einen französischen Chanson nach dem anderen. Wir merkten überhaupt nicht, wie schnell die Zeit verging. So verblieben nicht viele Stunden, um uns für den nächsten Tagesausflug auszuruhen.

Pünktlich acht Uhr starteten wir mit einem von der Stadt Vitry zur Verfügung gestellten Reisebus nach Provins. Provins ist ein mittelalterliches Städtchen, circa 80 Kilometer südöstlich von Paris gelegen. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und steht nach dem Eiffelturm und Versailles auf Platz drei der Sehenswürdigkeiten der Ile-de-France. Das kleine Städtchen war in der Geschichte ein wichtiges Handelszentrum. Vor allem die Handelsmessen in Provins zogen viele Kaufleute aus Europa an.

In der sogenannten Oberstadt kann man die mittelalterliche Struktur noch sehr gut nachempfinden, die vielen historischen Gebäude und die Stadtmauer sind sehr beeindruckend. Dank zwei geführter Besichtigungen im Cesarturm und im Stadtmuseum erfuhren wir sehr viel Interessantes über das Städtchen und seine Geschichte. Mit der Rückkehr in Vitry war nun leider auch schon der dritte Tag vorbei.

Den vierten Tag nutzen wir als Familientag. Unsere Gastgeber gestalteten diesen individuell mit uns. So gab es am Abschiedsabend sehr viel über die Tagesausflüge, die nach Versailles, Vincennes, Fontainebleau, Montparnasse oder zur Fondation Louis Vuitton führten, zu erzählen. Bei einem gemeinsamen Abendessen und viel Musik ließen wir diese wunderbare Woche ausklingen.

Viel zu schnell war es dann auch schon Samstag. Einige nutzten den Vormittag noch für einen Spaziergang über den Markt und zu einem letzten typischen französischen Mittagessen bevor wir am zeitigen Nachmittag zum Flughafen Orly fuhren. Ein bisschen wehmütig, aber mit dem Wissen, dass wir uns im nächsten Jahr wiedersehen werden, flogen wir nach Hause zurück.

In Erinnerung bleibt uns eine fantastische Woche. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Gastgebern, die so viel Zeit in die Vorbereitung und in die gemeinsame Woche investiert haben.

Merci beaucoup et à l‘année prochaine

Ankunft am FlughafenSchleusenfahrt auf dem Canal Saint-MartinVolle Kraft voraus Impressionen SchleusenfahrtDie Geode im Parc de la Vilette - Blick vom KanalAnkunft in Bastille Im PorzellanmuseumDer SumoringerpokalPorzellan aus SevresStaedtepartnerschaftsabendProvinsFachwerkhaeuser in ProvinsDer Tour CesarDa wollen wir jetzt hochAbschlussfoto

Familienaustausch 2015 Vitry in Meißen

Herbst 2015

Carole (58 Jahre) und Robert (60 Jahre) aus Vitry-sur-Seine haben eine wunderschöne Woche mit wenigen Sätzen zusammengefasst:

„Wir nahmen zum ersten Mal am Familienaustausch in Meißen teil und unsere Erwartungen an diesen Besuch wurden erfüllt. Wir durften eine schöne Region und eine schöne Stadt entdecken. Es hat uns gefreut, unsere Gastfamilie und alle anderen Familien aus Meißen zu treffen. Wir würden uns freuen, unsere Meißner Familien im nächsten Jahr in Vitry begrüßen zu können.“

Viel zu schnell ist sie vergangen, diese zweite Ferienwoche mit den französischen Gästen aus unserer Partnerstadt Vitry-sur-Seine. Die französischen und deutschen Familien erlebten ereignisreiche Tage. Sie besuchten das Stadtviertel Meißen Cölln, das Stadtmuseum und das Stadtarchiv. Im Letzteren konnten sie sogar das Gemälde von Vitry besichtigen, welches Meißen in den sechziger Jahren von der Stadt Vitry-sur-Seine geschenkt bekam. Eine lange Freundschaft also schon, die immer noch mit viel Liebe gepflegt wird.

Ein weiterer Tag führte nach Freiberg in die Terra Mineralia. Nach der Besichtigung der Ausstellung und einem vorzüglichen Essen im Hochzeitszimmer des Schlosses lauschten die Gäste und Gastgeber einer Stadtführung. In der berühmten Konditorei Hartmann ging der Tag zu Ende.

Die nächste Exkursion unternahm die Familienaustauschgruppe nach Riesa. Die Führung durch die Produktion und das anschließende Nudelessen haben sehr gut gefallen.

Den Höhepunkt der Woche setzte der Besuch der Semperoper. Noch am nächsten Morgen waren alle von dem Opernhaus und von Richards Strauss Tragödie „Elektra“ beeindruckt.

Während eines Familienaustausches darf natürlich ein Familientag nicht fehlen. Diesen gestalteten alle Familien individuell. Es gab Ausflüge auf den Königsstein, nach Leipzig, nach Dresden und noch mehr.

Den letzten Abend feierten alle noch einmal gemeinsam. Es wurde ein kleines französisches Abschiedslied angestimmt und viel erzählt und diskutiert. Und natürlich waren und sind sich alle einig: Es wird ein nächstes Familientreffen in Vitry-sur-Seine geben.

Familienaustausch 2014 Meißen in Vitry

Herbst 2014

Paris ist stets eine gute Idee, das sagten sich 29 Meißner und gingen auf Reisen, denn es war wieder so weit. Es war Herbst. Und im Herbst treffen sich seit vielen Jahren Familien aus Meißen und aus Vitry-sur-Seine. Das Flugzeug konnte nicht schnell genug fliegen, um endlich die befreundeten Familien wiederzusehen, die schon ungeduldig in Orly am Flughafen warteten und in Vitry-sur-Seine bereits ein reichhaltiges Buffet vorbereitet hatten.

Und auch die nun kommende Woche war wunderbar vorbereitet. Es wartete ein Besuch bei der Feuerwehr von Vitry. Die Berufsfeuerwehrleute, die dem Militär unterstellt sind, ließen die Meißner eine beeindruckende Vorführung erleben. Es wurden die Rettung von Personen aus einem Haus und der Löschangriff demonstriert.

Der Ausflug nach Paris wird ebenfalls in Erinnerung bleiben. Der Höhepunkt dieses Tages war die Besichtigung der Opéra Garnier. Alle waren und bleiben mit Sicherheit von diesem Prunkopernhaus beeindruckt.

Das wird auch der Fall bei Giverny sein. Mit einem von der Partnerstadt Vitry-sur-Seine zur Verfügung gestellten Bus fuhren alle für einen Tag nach Giverny. In diesem von Paris 90 km entfernten Ort lebte und arbeitete Claude Monet. Dank der Fondation Claude Monet hinterlassen das Haus, der Garten und die Seerosenteiche den Eindruck, als wäre der impressionistische Maler nur kurz einmal weggegangen. Alles erscheint gepflegt und lädt ein, immer wieder zu Besuch zu kommen.

Nach all diesen schönen Erlebnissen war das Ende der Familienwoche schon wieder viel zu schnell fast erreicht. Es blieb noch der Familientag. Dieser wurde ganz unterschiedlich und individuell gestaltet. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Herbsttemperaturen fuhren die Familien nach Versailles oder Fontainebleau oder besichtigten noch einmal Paris, ganz nach den Wünschen der Gäste.

Der Abschlussabend war wie der Begrüßungsabend und die gesamte Woche sehr herzlich. Zum Abschied wurde gemeinsam gegessen, getrunken und gesungen. Spätestens bei „Aux Champs-Elysées“ konnten alle mit einstimmen.

Wir Meißner bedanken uns für diese schönen Tage und freuen uns, die Gastgeber im nächsten Jahr in Meißen begrüßen zu können.

GruppenfotoBegruessungsabendFluss im Garten GivernyGiverny SeerosenteicheBrücke im Garten GivernyDas Haus von Claude MonetEfeu an der Hauswand in GivernyEin Regenschirm an der Hauswand umspielt von Seifenblasen. Fronansicht der Opera GarnierBuntes Deckengemälde mit einem Kronleuchter in der Mitte.Wir stehen neben den Feuerwehrfahrzeugen von Vitry-sur-SeineDas Sprühwasser der Feuerwehr lässt einen Regenbogen erscheinen.

Familienaustausch mit Vitry 2012 (in Vitry)

Auch dieser Familienbesuch war geprägt von einer sehr persönlichen Atmosphäre. Es hat allen sehr gut gefallen und manch einer wartet schon auf 2013, wenn weitere französische Familien zu uns kommen werden.

Sächsische Zeitung vom 14.11.2012: „Meißner Familien zu Gast in Paris“

Wochenkurier vom 14.11.2012: „Französischer Rummel von einst – Partnerstadtbesuch: Gastgeber hatten Geheimtipp auf Lager“

 

Familienaustausch mit Vitry 2010

  • regelmäßig seit 2007
  • 28.10. bis 01.11.2011 Gegenbesuch in Meißen
  • Interessierte Familien als Teilnehmer und Gastgeber stets gesucht, bitte beim SPV melden!

01.10. – 06.10.2010

Schon zum zweiten Mal nahm ich, Claudia Weise, an dem Familienaustausch des Städtepartnerschaftsvereines nach Vitry teil. Dieses Mal mit meinem 10 jährigen Sohn Max. Wir selbst haben in unserem Heim 2007 und 2009 ebenfalls Gäste aus Vitry betreut.

Freitagabend, den 01.10., flogen wir von Berlin Schönefeld nach Paris Orly. Erst 22.30 Uhr konnten wir mit unseren Gastfamilien das Flughafengelände verlassen und nach Vitry in die „Betten“ fahren. Zum Glück dauert es nur 15 Minuten vom Flughafen zu Meißens Partnerstadt Vitry.

Der Sonnabend war ganz dem Zusammensein mit den Gastfamilien gewidmet. Wir hatten Glück, denn unsere Gastmutter, Ingrid Brechenmacher, ist eine gebürtige Rheinländerin, so dass Sprachhindernisse nicht zu überwinden waren. Außerdem kannte ich das Heim schon vom Besuch 2008.

Am Samstagvormittag fuhren wir zum Eifelturm, da mein Sohn dort unbedingt hin wollte.
Nach einem marokkanischen Mittagessen besuchten wir in Vitry die „Welt der Sinne“.
Am Abend fand im Sportcasino ein Willkommensabend statt, der uns mit Gestaltung und Essen beeindruckte.

Am Sonntag war ein super Wetter und neben den 1000 Joggern verbrachten wir diesen in den Tuileries. Wir sahen Werke von Claude Monet im Museum de l`Orangerie. Aßen unter Kastanien super zu Mittag und hatten vier Stunden Zeit, uns individuell den Louvre zu erschließen. Mein Sohn Max war natürlich von der Mona Lisa beeindruckt und den Gemächern Napoleons III.

Ein Stück französische Lebensart fanden wir beim Warten an der Seine. Dort lernten wir eine ältere Französin mit einem weißen Papagei kennen und junge Franzosen, die versuchten ihre Handy aus dem Fluss zu fischen, erfolglos.

Mit einem lecken Abendessen und der Lichterfahrt mit Schiff auf der Seine sowie Nachtbusfahrt durch Paris-City ging dieser tolle Sonntag zu Ende.

Am Montag fuhren wir mit dem Bus zu Claude Monet Garten und Wohnhaus nach Giverny. Dabei lernten wir das Pariser Verkehrschaos kennen. Gut zwei Stunden dauerte die 80 km weite Busreise!

In Giverny sahen wir eine Bilderausstellung von französischen Impressionisten und begriffen, dass die Kunstrichtung des „sozialistischen Realismus“, Bilder von Arbeitern am Hochofen“, ganz andere Wurzeln gehabt hat, als gemeinhin angenommen.
Völlig beeindruckt waren alle von Monets Garten- und Seenlandschaft. So wie die Bilder gemalt berühmt sind, so detailgetreu sind die „angelegten“ natürlichen Vorlagen. Anfang Oktober blühten Dahlien, Aster, Sonnenblumen etc., das Laub begann sich zu färben. Unvergesslich!

Ein weiteres Highlight erlebten alle am Nieseldienstagvormittag mit dem Besuch des Rathauses von Paris. Die Säle, die Kronleuchter, der Prunk alter Zeiten eindrucksvoll für die Gegenwart erhalten. Die Kinder liefen gern auf roten Teppichen und rutschten auf gebohnerten Parkett.
Mit einem Gutschein (13,00 €) wurden wir in ein erstklassiges Selbstbedienungsrestaurant in die individuelle Familiengestaltung entlassen.

Es waren fünf erlebnisreiche, kommunikative, bildende Tage in unserer Partnerstadt Vitry. Danke den Organisatoren, danke für die Gastfreundschaft, danke für die Zeit und die Geduld.
Wir müssen uns anstrengen, im nächsten Jahr so ein anspruchsvolles Programm hier in Meißen und Sachsen zu organisieren.

Claudia Weise